Es war Freitag, der 13.09.91. Diesen Tag werde ich wohl nie vergessen.
Ich sollte meinen Vater aus Göttingen abholen und fuhr mit meinem Bruder
in Friedland auf die Bahn in Richtung Göttingen. Als ich nach ein paar
Kilometern einen dumpfen Schlag im Heck hörte, dachte ich mir noch nix
dabei. Erst der Blick in den Rückspiegel ließ mich erschrecken: ich wurde
von dicken Rauchschwaden verfolgt. Rauf auf den Standstreifen, raus aus
dem Auto, Motorhaube auf und ich konnte es nicht fassen:– Feuer!
Da war richtig Feuer und ich hatte keinen Feuerlöscher.
Für mich brach eine Welt zusammen. Erst recht als gegenüber ein Auto anhielt
und der Fahrer einen Benzinkanister hochhielt. Ich setzte mich ins Gras
und heulte wie ein kleiner Junge.
Als die Feuerwehr endlich kam, war mein Käferchen komplett abgebrannt,
lediglich ein Stück von der Haube war noch grün. Ich war unendlich traurig.
Schöne Grüße Atze
* derimmerwiederandentagdenkenmuß*
Hier scheint jemand an der Bezinleitung oder am Vergaser "gefummelt"
zu haben.
[ harald ]
Ich hab da was :>))
Also: 1994 wollten wir mit Kübel nach Marokko - über Südfrankreich, Spanien,
Gibraltar - dort den Kübel verkaufen und irgendwie zurückkommen. :>)
Problem: Die Spritleitung hatte wohl gelitten - der Wagen wurde erst 4 Wochen vorm Start erworben - und ich habs nicht gemerkt. Am 3. Tag abends gegen 10 Uhr in Narbonne (Südfrankreich auf Ausfallstrasse Richtung spanische Grenze) machten mein Freund und ich Fahrerwechsel - mit Motor aus und an. 300 Meter weiter schreit Andreas nach einem Blick in den Rückspiegel (Verdeck war zu) - "scheisse", es brennt.
Es half alles nichts - Ruckzuck brannte der ganze Wagen, wir konnten das Nötigste rausziehen - wir hatten fast alles dabei - nur keinen Feuerlöscher :> (.
Somit wurde aus einem Abenteuer-Urlaub in den Wüsten Marokkos ein Disco-Urlaub in Lloret de Mar :>)(
Und die Moral von der Geschicht:
Checke ein Auto vor großer Fahrt intensivst, und führe vor allem immer
einen Feuerlöscher mit.
Luftgekühlte Grüße Steve
Hi Mausi,
ich hab mir vor einigen Jahren eine Großtat geleistet, die
ich hier beisteuern kann. Leider ist die Geschichte (aufgrund des zu engen
"Zeitfensters" *gg*) fototechnisch nicht dokumentiert worden: Mein Wagen
(ein Peugeot 504 - bei einem VW würde so etwas ja NIEMALS passieren) lief
total schlecht, hatte Aussetzer, keine Leistung und ging immer mal wieder
ganz aus. Nachdem ich die komplette Zündanlage überprüft und keinen Fehler
gefunden hatte, kam ich zu der Überzeugung, dass der Fehler irgendwo im
Bereich Vergaser/Kraftstoffanlage sein muss. Als ich den Vergaser ausgebaut,
gereinigt und wieder zusammen gebaut hatte, war der Fehler noch immer
da. Dementsprechend war meine Laune.... Dann kam mir (bei ruckelnd laufendem
Motor) der geniale Einfall: EIN Bauteil hatte ich noch nicht überprüft:
Die Benzinpumpe! Genervt und zugleich begeistert von meiner "wunderbaren"
Idee wollte ich natürlich direkt prüfen, ob die Pumpe arbeitete, und zog
ohne weiter nachzudenken den Benzinschlauch vom Vergaser ab. Wenn sich
auch später herausstellte, dass ich damit den Fehler gefunden hatte, pumpte
die Benzinpumpe zwar nicht mit voller Kraft aber immer noch kräftig genug,
so dass ein kräftiger Benzinstrahl durch den Motorraum schoss. Das Benzin
entzündete sich in dem Moment, als es auf den heißen Motor kam und der
Motorraum stand in Flammen. Zu meinem großen Glück lag der Gartenschlauch
zufällig neben dem Wagen, und ich konnte den Brand im Motorraum löschen.
Gleichzeitig merkte ich, dass der Innenraum des Wagens total verqualmt
war. Es blieb mir nichts anderes übrig, als den Gartenschlauch auch in
den Innenraum unter das Armaturenbrett zu halten. Es hatte sich - wahrscheinlich
durch einen Kurzschluss wegen der verbrannten Isolierung - ein Kabel entzündet,
das jetzt wie eine "Zündschnur" in den Innenraum weiterbrannte. Ich hatte
wirklich totales Glück, dass der Schlauch da rumlag und ich den Brand
sofort löschen konnte. Als einzige Schäden hatte ich ein verbranntes Kabel
und den "gefluteten" Innenraum zu beklagen. Ohne Gartenschlauch wären
wahrscheinlich Motorraum und Kabelbaum komplett abgefackelt und ich hätte
die Karre auf den Schrott schieben können.
Die Moral von der Geschichte: Erst nachdenken, dann frickeln :-)
[ bonn181 ]
